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Beispiele für Harmonie und Disharmonie

Wir erinnern uns: Wir empfinden visuelle Sinneseindrücke als harmonisch, wenn wir gleichartige oder verschiedenartige Verteilung wahrnehmen. Hierzu folgende Grafik:
 
 

Disharmonie

 
 
Diese Grafik wirkt auf uns unharmonisch. Die Anordnung der Linien ist weder als verschiedenartig noch als gleichartig einzustufen. Diese Unsicherheit in der Beurteilung erweckt in uns ein Gefühl von Unordnung und damit ein Gefühl von Disharmonie.
Nachfolgend eine Variante:
 
 

Harmonie

 
 
Diese Grafik hat "gegensätzliche" Verteilung, eine Linie senkrecht, eine Linie waagerecht. Die Linien wirken harmonisch. Wir erkennen auf Anhieb eine verschiedenartige Anordnung. Diese Sicherheit gibt uns ein Gefühl von Ordnung und damit von Harmonie.
Nachfolgend wieder eine Variante:
 
 

Harmonie

 
 
Hier ist ein gleichmäßiges Veränderungsprinzip erkennbar. Es entsteht keine Unsicherheit in der Klassifikation. Wir erkennen auf Anhieb eine Ordnung in den Linien, deshalb empfinden wir die Verteilung der Linien als harmonisch.
Eine andere Variante:
 
 

Harmonie

 
 
Hier findet eine Wiederholung der Disharmonie der ersten Grafik statt, trotzdem entsteht der Eindruck von Harmonie.
Das unordentliche Element wird jetzt wiederholt, dadurch entsteht Gleichartigkeit. Weil nur der Gesamteindruck der Grafik zählt, dürfen wir bei der Beurteilung das ursprünglich disharmonische Element nicht isoliert betrachten. Im Kontext der anderen Elemente ist die Anordnung der Linien harmonisch, weil sich die Gruppen wiederholen. Es ist eine Ordnung der Dinge erkennbar. Weil diese Grafik Ordnung besitzt, empfinden wir sie als harmonisch. Die harmonische Wirkung wurde hier erreicht, indem ein Muster geschaffen wurde, eine Textur. Eine Harmonie zu erzielen ohne den Textureffekt stellt allerdings höhere Ansprüche an unser Feingefühl und unser Können. In der dritten Grafik ist keinerlei Muster oder Textur erkennbar, hier sorgt die rhythmische Verteilung der Linien für Harmonie. Dieser Rhythmus muss nicht unbedingt den gleichen Takt haben wie unsere Grafik. Ähnlich wie in der Musik sind viele Takte möglich, sie müssen nur gut ins Ohr gehen.
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